Samstag, 17.03.2018, 15 Uhr:

TSV esbo NEUMARKT : SV Bürmoos 2:2 (1:1)

Tore für den TSV: Friedl (38. Freistoß), Veselinovic (61.)

Das Match beginnt ähnlich wie in Bramberg! Michi Kaltenhauser stoppt sich in der 5.Minute einen Rückpass, die Kugel springt ihm etwas zu weit weg, das checkt der heranbrausende Bürmooser Stürmer, unser Goalie hechtet nach dem Ball und attackiert dabei auch den Bürmooser – ELFMETER! Bergmüller verwandelt, das Match beginnt mit 0:1!

Es dauert sehr lange, bis unsere Jungs so halbwegs ins Spiel finden. Die Gästeelf bleibt lange leicht feldüberlegen, spielt zweckmässiger und konzentrierter. Unseren Mannen fällt dazu rein gar nichts ein, hinten spielen sie sich die Kugel hin und her, nach vorne gespielt landet der Ball meist beim Gegner.

Die Spielweise erinnert stark an eine Phase im Herbst-Durchgang, hinten wird herumgespielt, vorne bewegt man sich nicht, man wartet, worauf, weiß man wahrscheinlich selbst nicht. Kurzum, die Bürmooser kommen kaum einmal in Bedrängnis und bis zur 38.Minute hatte unsere Offensive keine einzige Torchance.

Als dann Raimund Friedl einen Freistoß aufs Tor zirkelt, der Goalie vor lauter Leuten vor ihm den Ball nicht sieht und dieser neben ihm ins Tor geht, hofft man auf Besserung.

Die tritt dann in Hälfte 2 zwar ein, spielerisch aber tut sich gar nichts. Ganz selten zwingende oder rasche Aktionen, meist wird mit dem Ball gelaufen oder gedribbelt und so das Spiel langsam gemacht.

Der 2:1- Führungstreffer von Drazen Veselinovic entspringt einem Eckball. Der wird zu kurz abgewehrt und Drazen haut die Kugel rein. Die restliche halbe Stunde beschränkt sich unsere Truppe mit dem Verwalten der Führung, und als die Bürmooser logischerweise die letzte Viertelstunde mehr Risiko nehmen, ist man nicht mehr in der Lage, halbwegs taugliche Konter zu fahren.

Der völlig unnötige Ausgleichstreffer zeigt noch einmal die an diesem Tag offensichtlichen Schwächen. Der Bürmooser Arbinger kann vom Cornereck 4 Neumarkter überspielen und hat dann das Glück des Tüchtigen, sein Schuß streift in Innenkante der Latte und landet im Tor, Michi Kaltenhauser ist chancenlos.

Bramberg : TSV esbo NEUMARKT 2:2 (1:2)

Tore für den TSV: Friedl (33.), Kadrija (40.)

Sollte man eine Anleitung für einen klassischen Selbstfaller benötigen – bitte sehr, dieses Spiel steht gerne als Anschauungsobjekt zur Verfügung!

Auf einem für diese Jahreszeit und in Anbetracht des Wetters der letzten Wochen ausgezeichnetem Geläuf verschläft der TSV die ersten Minuten des Spiels völlig. Ein völlig unnötig provozierter Freistoß für Bramberg, führt nach einem hohen Ball in den Neumarkter 16er zu einem Klärungsversuch des TSV. Der geht aber gründlich schief – anstelle des Balls trifft der Verteidiger den Fuß den Gegners – Elfer – 0:1 – zweite Minute!

Der TSV braucht lange um sich zu schütteln und endlich ins Match zu finden. Die ersten 30 Minuten sind geprägt von Stockfehlern und Missverständnissen. Nach einer, aus dem Spiel heraus, perfekt gezirkelten Flanke von Kadrija, scheitert Hübl per Kopf noch aus 11m am Bramberger Goalie, Friedl lässt sich den Abstauber aber nicht entgehen 1:1. Zurück in der Spur! Von nun weg ist der TSV Chef am Platz und geht nach einer Freistoßflanke von Mundi Friedl und einem Kopfball von Kadrija in Minute 40 in Führung. Alles wieder im Plan! Halbzeit.

Der TSV beginnt HZ2 wie HZ1 – physisch anwesend – geistig irgendwo. Vom Anstoß weg zerlegen die Bramberger die TSV Defensive über unsere linke Seite im Zwei-Minuten-Takt. Einzig Goalie Kaltenhauser ist hellwach und verhindert in Minute 47 mit einem Megareflex noch den Ausgleich. In Minute 56 ist es dann aber so weit, Freistoß für Bramberg, Hübl fischt den Ball, die Verteidigung kann den Ball nur bis zum 25er schlagen, dort steht mutterseelenalleine ein Bramberger und darf den Ball ins lange Eck hämmern – 2:2.

Sonntag, 25.03.2018, 11 Uhr:

Union Hallein : TSV esbo NEUMARKT 0:1 (0:1)

Tor für den TSV: Ettlmayr (39.)

Nach der Auftaktpleite gegen Zell war der TSV auf Wiedergutmachung fokussiert und das merkte man der Mannschaft auch an. Vom Start weg war der TSV präsent und vor allem konzentriert. Das erste Ausrufezeichen setzte auch der TSV durch Bernie Huber-Rieder mit einem 30m Stangenknaller nach perfektem Querpass von Kadrija (4.). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte beherrschte der TSV die Union aus Hallein klar, jedoch lange ohne sich klare Chancen zu erspielen. Der TSV schaffte es nicht die riskant hoch stehende Abwehr der Halleiner zu übertölpeln. Vielmehr verpufften die meisten, der an sich gut vorgetragenen, Angriffe an gefühlten zwanzig Abseitsstellungen des TSV. Erst in Minute 35 die nächste gute Gelegenheit des TSV mit einem Knaller über das Tor vom Fünfereck durch Mario Leitner. Die Wende brachte ein kurz gespielter Eckball, den Mundi Friedl perfekt nach innen zirkelte, Hübl verfehlt den Ball noch, doch der hinter ihm postierte Ettlmayr kennt keine Gnade und nickt den Ball per Kopf zur Führung ein (39.).

Nach der Pause macht der TSV dort weiter wo er aufgehört hatte – viel Spielkontrolle, hohe Aggressivität und gutes Zweikampfverhalten. Nach einem perfekt vorgetragenen Angriff, eine Flanke auf das lange Fünfereck, Kopfballableger von Bernie Huber-Rieder scheitert Friedl mit einem Volley aus 11m am Halleiner Goalie. Ab der 60. Minute verflacht das Spiel des TSV und Hallein kommt auf. Geschuldet vor allem dem Kräfteverschleiß der rekonvaleszenten Offensivkräfte des TSV verlagert sich das Spiel mehr und mehr in die eigene Hälfte, jedoch ohne, dass Hallein zu wirklich zwingenden Chancen kommt. Im Gegenteil in dieser Phase verabsäumt es der TSV endgültig die Spannung aus dem Spiel zu nehmen und den Sack zuzumachen. Veselinovic (72., 90.) und Avdic (89.) scheitern alleine vor dem Torhüter und zu allem Überdruss übersieht der ansonsten gute Schiri Aufschnaiter ein klares Elferfoul an Huber-Rieder (86.). So kommt es fast noch zum GAU: die einzige Unaufmerksamkeit der Neumarkter Abwehr in Minute 93. zwingt Goalie Kaltenhauser zu einem 30m-Ausflug inklusive Foul, gelber Karte und Freistoß für den Gegner, der zum Glück nichts mehr einbringt!

Fazit: Der TSV spielt, solange die Kräfte bei den Führungsspielern reichen, druckvoll und phasenweise auch spielerisch überzeugend, steht hinten sicher, zeigt jedoch wie schon im ersten Match Nerven und fehlende Reife, wenn es um das Verwerten von Großchancen geht. Erwähnenswert ist sicherlich auch die ausgezeichnete Leistung von Julian Vincetic und Mario Kreuzer im Duell mit dem Ex-Bundesligastar Mo Idrissou.

Samstag, 17.03.2018, 15 Uhr:

TSV esbo NEUMARKT : FC Zell am See 0:1 (0:1)

Es war zum verzweifeln! 90 Minuten feldüberlegen, die spielbestimmende Mannschaft und trotzdem verloren! Gut gekämpft, die Zweikämpfe angenommen, aber vor dem gegnerischen Tor wirkungslos und auch glücklos!

So ist zur Kenntnis zu nehmen, dass der Ausfall von Goalgetter Chris Hübl (Meniskusoperation), Ilce Pocev ( Trainingsrückstand), Hansi Eder (Rückenprobleme), Telat Ünal, im Winter von Grödig gekommen und kurzfristig mit Muskelfaserriss ausgefallen und den noch nicht für volle 90 Minuten fiten Spielmacher Raimund Friedl im Ernstfall nicht zu 100% zu ersetzen ist!

Mit Top-Resultaten aus den absolvierten Vorbereitungsspielen gerüstet, waren die Erwartungen sehr hoch, bei einem Sieg wäre man auf 3 Punkte an den Tabellenführer Bischofshofen dran gewesen!

Es sollte nicht sein, man hat sich zwar bemüht, aber das Tor nicht getroffen und so sind es eben wieder die 6 Punkte Abstand auf den Tabellenführer, die aufzuholen sicherlich eines Kraftaktes über die ganze Frühjahrs-Saison hinweg bedarf!

Da auch die Abwehr an diesem Tag in den ersten 30 Minuten nicht sehr sattelfest wirkte, ein Lenker und Spielmacher fehlte, blieb vieles Stückwerk und spielte damit den ambitionierten Gästen in die Karten. Aber klar ist, man kann 4 Schlüsselspieler halt nicht so ohne weiteres ersetzen!

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